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Prävention wird im TV Hude groß geschrieben

24.03.2015

17 Trainer, Übungsleiter und Funktionäre des Turnvereins bildeten sich am 20. März in der Jahnhalle in Hude fort.

 

Während der Jahreshauptversammlung stellte der Vorstand des TV Hude erstmals das verabschiedete präventive Schutzkonzept des Vereins vor. Der Verein stellt sich demnach jeglicher Form von Gewalt, sexuellem Missbrauch, Rassismus und Diskriminierung aktiv entgegen! Das Bekenntnis steht im Zentrum und wird umrahmt von diversen Maßnahmen, die dieses Bekenntnis zur Umsetzung bringen (siehe auch die zugehörige Konzeptgrafik im Anhang).

 

Eine Maßnahme aus dem Gesamtpaket ist es, die Übungsleiter, Trainer und Funktionäre des Vereins zum Themenschwerpunkt regelmäßig zu schulen. Bereits mehrere Wochen vor der Hauptversammlung wurde diese Zielgruppe vereinsintern über das Konzept aufgeklärt. Am Freitag den 20. März stand nun die erste Schulungsmaßnahme an. Um es den Engagierten des Vereins möglichst leicht zu machen, fand die Fortbildung in den eigenen Räumlichkeiten statt.

 

Referentin Sandra Weitendorf erklärte eingängig die Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit dem Thema. Sportvereine sind für potentielle Täter im Grunde eine Einladung mit fast unbegrenzter Auswahl und besten Zugangsmöglichkeiten zur Zielgruppe. Ausführlich erläuterte sie anschließend die typischen Strategien der Täter. Klar wurde, dass Täter nicht auf den ersten Blick zu erkennen sind und oft genau diejenigen sind, die sich in einem Verein ganz besonders hervortun und unverzichtbar erscheinen. Gerade deswegen ist es wichtig offen mit dem Thema umzugehen und ein Klima des unaufgeregten Hinschauens im Verein zu erzeugen. Regeln zu entwicklen, die dafür sorgen, dass gängige Strategien durchbrochen werden und Täter entlarvt werden können. Das vom Verein entworfene Schutzkonzept, welches von Sportreferent Felix Lingenau den Teilnehmern noch einmal vorgestellt wurde, bezeichnete sie als "idealtypisch".

 

In der letzten Stunde des Abends befassten sich die Teilnehmer mit konkreten Situationen, die im Vereinsalltag stattfinden. Diese wurden diskutiert und eingeordnet. Handelt es sich um Dinge die in Ordnung sind, die sensibel gehandhabt werden müssen, oder um Dinge überhaupt nicht geduldet werden können? Auch wurden Situationen danach bewertet, ob diese bei Beobachtung ein Einschreiten erfordern, oder geduldet werden können.

 

Die Erkenntniss wurden festgehalten und dienen als Grundlage für konkrete Verhaltensregeln, die der Verein künftig seinen Engagierten an die Hand geben möchte. Ist die Ausarbeitung abgeschlossen, sollten diese auch veröffentlicht werden. Sie sollen dem Schutz von Teilnehmern gleichermaßen wie dem Schutz der Engagierten selbst dienen.

 

Die vierstündige Veranstaltung regte zum Nachdenken und Diskutieren an. Sportreferent Felix Lingenau zeigte sich zufrieden: "Ich habe den Eindruck, dass die heutige Veranstaltung ein prima Auftakt ins Thema war. Mit 17 Teilnehmern war der Lehrgang gut besucht und ich habe den Eindruck, dass alle Absolventen fortan als Multiplikatoren wirken werden. Das Thema wird in unsere Sportgruppen getragen und auch der Austausch zwischen unseren Übungsleitern wird voran schreiten. Ich bin optimistisch, dass wir unser Ziel erreichen und das Interesse am Thema wecken und voran treiben können. Es wird uns in den nächsten Jahren sicherlich ganz regelmäßig weiter begleiten."

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Prävention wird im TV Hude groß geschrieben

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Seminar Sexualisierte Gewalt - im Sport (k)ein Thema (24.03.2015)

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